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Goldman Sachs – The Big Robbery


Die folgenden Bilder erklären die Geschichte um die Verantwortung der Banken an der Krise glaub ich ziemlich gut.

Es ist eigentlich schlicht als kriminell zu bezeichnen, was sich viele Banken in den fetten Jahren so alles geleistet haben. Die aktuellen Untersuchungen des SEC bei Goldman Sachs zeigen wohl nur die Spitze des Eisberges. Und diese Spitze ist schon beinahe unglaublich:

Da schnürt eine Bank aus „Beinahe-Schrott“-Papieren neue Pakete, lässt diese mit Spitzenratings belegen und pumpt dann dieses Gift in den Markt. Dass dieses Kartenhaus eines Tages zusammenfallen würde, musste jeder mit einigermassen wirtschaftlichen Verstand sehen kommen. Der Hammer bei Goldman Sachs kommt dann aber noch obendrauf. Goldman Sachs verkaufte diese neu kreierten Papiere an jeden der sie wollte, OHNE diesen Kunden mitzuteilen, dass der Schöpfer dieser neuen Papiere selber GEGEN diese Papiere wettete
Der in dem NZZ Beitrag genannte Hedge-Fund Manager John Paulson ist übrigens ein ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs. Und dass Goldman Sachs spätestens 2007 wissen musste, dass diese Blase bald platzen würde, belegen Dokumente und Emails von Goldman Sachs Mitarbeitern in verantwortlichen Positionen.

Was also taten sie? Sie pumpten auch den „Schrott-des-Schrotts“ – zu handlichen neuen Paketen geschnürt – noch in den Markt. Was ihre Kassen nochmals kräftig füllte, vor dem grossen Crash. Aber es sind nicht nur die US Banken wie GS, die Schuld an diesem Schlamassel hatten. Weltweit haben Banken aus purer Gewinnsucht, die in keinem Verhältnis mehr zu den Risiken stand, solche Papiere gekauft und an eigene Kunden weiterverkauft. Jeder Bank die nach 2007 ihren Kunden noch solchen Schrott angedreht hat, sollte man umgehend die Lizenz entziehen.
Aber auch die Endkunden solcher Finanzprodukte sind Schuld am Ausmass dieser Krise. Denn es war auch ihre Gewinnsucht! Da müssten sich einige, die heute ganz laut schreien, auch bei der eigenen Nase nehmen.

Ich denke es gibt schon Wege und Mittel solche Auswüchse in Zukunft unterbinden zu können:
Zum ersten muss den Banken (aber auch der Wirtschaft allgemein) vollkommen klar sein, dass wenn sie, wenn sie freien Markt wollen auch freien Markt und dessen Konsquenzen bekommen sollen. Das heisst klar: Kein Steuergeld und keine sonstigen Hilfen vom Staat. Punkt aus! Wenn sie Hilfe vom Staat wollen, dann sollen sie ganz brav kooperieren und auch Vorschriften und Einschränkungen aktzeptieren die vom Staat als Bedingungen für die Kohle gestellt werden.

Zweitens braucht es ganz klar eine Regulierung der Finanzmärkte und auch viel mehr Transparenz. Die Eigenkapitalvorschriften bei den Banken müssen kräftig erhöht werden. Es muss Mindesthaltezeiten für gekaufte Wertpapiere geben. Gewisse Instrumente gehören schlicht verboten. Und zum Schluss muss das System Bank-Ratingagentur und dessen Abhängikeiten aufgebrochen werden. Erst die Tripple A Bewertungen für diesen wertlosen Schrott führten dazu, dass die Breite Masse in den Markt einstieg.

In einem letzten Schritt muss das Entlöhnungssystem beim oberen Management in den Banken überdacht werden. Es kann nicht angehen, dass man sich auf „grosse Verantwortung“ bei der Rechtfertigung des Salärs (Bonus) beruft, man dann aber im Falle eines „Unfalls“ keine Verwantwortung übernehmen will. Rücktritt inkl Grati und goldener Fallschirm gelten bei mir nicht als Verantwortung übernehmen 😉

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