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Verhältnismässig oder nicht?

Eigentlich wollte ich mich mit einem Kommentar zum Thema Israels und des Aufbringens der Schiffe zurückhalten. Aber man liest in sovielen Kommentaren von der konkreten Bedrohung der Soldaten, dass ich da auch meinen Senf dazugeben muss:

Und wo genau besteht die konkrete Bedrohung für einen bewaffneten Soldaten durch ein Messer? Einen finalen Schuss auf einen mit einem Messer bewaffneten Zivilisten halte ich auf jeden Fall für nicht verhältnismässig. Ein Schuss in die Beine mag da noch drinliegen, aber höher als die Hüfte ist auf jeden Fall nicht mehr verhältnismässig.
Auch darf man nicht vergessen, dass die Soldaten wohl Kevlarhelme und Westen hatten, die sehr gut vor Stichwaffen schützen. Mit einem Messer kommt man nichtmal durch eine relativ dünne Weste durch, geschweige denn durch eine Splitterschutzweste mit entsprechenden Kevlarplatten.
Im Militär waren wir mal bei der Ausildung unseres Sicherungszuges mitdabei. Mit einer Pistole kommt man nicht durch eine Weste. Mit dem Sturmgewehr auch nicht, wenn die Platten in der Weste montiert sind.
Für mich geht es klar um die Frage der Verhältnismässigkeit und die war für mich in diesem Fall nicht mehr gegeben.
Auch muss die Frage erlaubt sein, ob das Aufbringen eines Schiffs in intl Gewässern nicht einem Akt der Piraterie gleichkommt. Ein solcher Akt würde die Besatzung zur Selbstverteidigung ermächtigen

6 comments to Verhältnismässig oder nicht?

  • Hendrik

    Die Aktivisten/Terroristen haben von Anfang an auf eine derartige Eskalation hingearbeitet. Von daher, selbst schuld. Ich hab da kein Mitleid.

    Ich würde mir derartige Postings wünschen, wenn mal wieder palästinensische Raketen auf israelische Dörfer abgeschossen werden.

    • Da pflichte ich dir bei. Ein Teil der „Aktivisten“ hat sicherlich auf Eskalation gemacht. Nur ändert das nichts an den grundsätzlichen Fragen: War es ein Akt der Piraterie die Schiffe aufzubringen oder nicht? Ist die Blockade von Gaza nicht als Kollektivstrafe zu sehen?
      Völkerrechtlich sind diese Massnahmen zumindest fragwürdig. Und de-eskalierend sind sie bestimmt auch nicht gewesen.

      Das hilft einzig und allein den radikalen Kreisen auf beiden Seiten. Einem Frieden kommt man mit solchen Aktionen (von beiden Seiten) bestimmt keinen Schritt näher.

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