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Was soll das?

Es ist ja schon unglaublich was bei der UBS in London passiert ist. Was mich aber wirklich daran stört sind die Schweizer Zeitungen, welche von einem Angeschuldigten unverfremdete Photos zeigen. Beim Blick wundert das mich ja nicht wirklich, aber Zeitungen wie Tagi oder NZZ bin ich schon mittelmässig entsetzt. Haben diese Redaktionen denn irgendwann mal was von der Unschuldsvermutung und von Persönlichkeitsrechten gehört? In keinem der Beiträge wurde von einem „mutmasslichen“ Täter gesprochen. Alle schrieben als habe ihn bereits ein Gericht verurteilt.
Gut er hat einen entscheidenden Fehler gemacht: Er wurde schwarz geboren.
Gelten denn für andersfarbige Menschen etwa andere Rechte? Hat ein Schwarzer weniger Recht auf Schutz seiner Persönlichkeit als ein Weisser? Oder haben sich diese Redaktionen gesagt: Hei der ist schwarz, ergo schuldig…

Sogar verurteilte Kinderschänder haben ein Recht, dass ihre Photos verfremdet werden.

Nochmal und in aller Deutlichkeit: Hätte dieser Händler mit genau den gleichen Trades 2 Mrd Gewinn für die Bank gemacht, dann hätte er Bonus und Beförderung gekriegt. Zudem hätte er sich wohl noch das Büro und die Sekretärin aussuchen können. Ich hoffe wirklich sehr, dass dieser Händler einen guten Anwalt hat, der dann die Schweizer Zeitungen mit Klagen überzieht. Zudem hoffe ich dass in einem allfälligen Prozess die Geschäftsgebaren der UBS Investment-Bank ans Licht kommen.
Ganz genial wäre es wenn dieser Händler zum Whistleblower wird und die Bank in die Pfanne haut.

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