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Es geht doch rechts der SVP

Letzte Woche hat die Parteienlandschaft in der Schweiz Zuwachs bekommen: die DPS „Direktdemokratische Partei Schweiz“. Sie sieht sich selber als Sammelbecken aller möglichen Hardliner, die aus anderen Parteien ausgeschlossen wurden. International setzt die Partei auf Zusammenarbeit mit anderen Rechtsaussen Parteien in Europä z.B. Front National (FR), Lega Nord (IT) oder FPÖ (A).

Natürlich behaupten die Gründer, dass sie keine rechtradiakle Partei sei. Das geht mir aber nicht so ganz in den Kopf, weil z.B. der Gründer Ignaz Bearth ehemaliges Mitglied der PNOS ist. Zudem untermalt er seinen Webauftritt mit Musik der rechtextremen Band „Act of Violence“.

Dass sie keine Rassisten seien wird gerne betont und dabei auf den künftigen Vize Djordje V. verwiesen. Nur das Problem hierbei ist, dass dieser auf seiner Facebookseite scheinbar den mutmasslichen Kriegsverbrecher General Ratko Mladic verehrt. Dieser steht in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Massaker von Srebrenica vor Gericht.

Zudem noch eine Frau Diana R. welche auf Facebook zum Besten gegeben hat: „Islamisten sollte man ausrotten“

In vielen Onlinezeitungen gehen richtig gehende Flames in den Kommentaren los. Dabei zeigt sich das auf beiden Seiten des politischen Spektrums Idioten stehen, link wie rechts. Da werden „Linke“ in der gleichen Topf geschmissen wie z.B. der Massenmörder Stalin. Wer das tut hat von Geschichte keinerlei Ahnung und hat sich mit der Thematik stalinistischer Terror nie auseinandergesetzt. Ironischerweise erwähnt dieser Schreiber nur (Mao) Tse Tung und Stalin als Beispiele „linker“ Diktatoren. Hilter wird glatt unterschlagen, die Ustascha Bewegung auch. Letztere hat wie die Nazis Völkermord betrieben v.a. im KZ Jasenovac.
Wer sich in der Geschichte mal mit Stalin auseinandergesetzt hat wird gelernt haben, dass Stalin primär eine Nationalist war. Sein Terror hat mit Kommunismus und Sozialismus nicht viel am Hut. Beides diente nur als Rechtfertigung für die eigene Politik der Vernichtung von politischen Gegnern

Es ist mir klar, dass diese Leute dieser neuen Partei eine sehr selektive Wahrnehmung des Geschichte brauchen. Sonst könnten sie sich überhaupt nicht rechtfertigen. Und wohin selektive Wahrnehmung des Geschichte führen kann, hat die Vergangenheit sehr oft gezeigt. Viele Deutsche haben sich nach dem Krieg damit rausgeredet von der Judenvernichtung nichts gewusst zu haben.

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