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Wie blöd muss man sein?

Gestern wurde bekannt, dass der ehemalige Chef der Vermögensverwaltung der UBS – Raoul Weil – im Urlaub in Italien von der Polizei verhaftet wurde. Dabei frage ich mich als erstes wie blöd man sein muss bei einem bestehenden internationalen Haftbefehl ins Ausland zu reisen. Nur in der Schweiz hat er die Sicherheit nicht ausgeliefert zu werden, weil kein Heimatland ans Ausland ausliefert.

Es wird nun bereits heftig spekuliert wieso das Ganze passieren konnte. Einige behaupten er wollte verhaftet werden, weil er sich den Vorwurf ersparen wollte freiwillig kooperiert zu haben. Meine Vermutung ist eher die Folgende: es spekulierte darauf, dass es schon keiner merke. Ganz so wie als er noch bei der UBS war und reichen US-Kunden half den amerikanischen Fiskus zu prellen.

Die UBS stellt sich gemäss Zeitungsberichten auf den Standpunkt, dass sie als Bank nichts zu befürchten habe, weil das Verfahren gegen die Bank durch die Zahlung von 750 Mio Busse bereits abgeschlossen sei.

Ganz ehrlich ich hoffe, dass Weil ausgeliefert wird und dann in einem öffentlichen Prozess komplett auspackt. Es würde mich nicht wirklich wundern, wenn es in der Bank noch viele Mitwisser geben würde. Es kann ja eigentlich nicht sein, dass es durch „Einzeltäter“ begangen worden sei. Liechti und Weil waren sicher nicht die Einzigen, die involviert waren. Aber sie wurden als Sündenböcke von der Bank sofort fallengelassen.
Drum hoffe ich auf ein Verfahren in den USA, damit auch die Rollen des obersten Managements, der Steuer- und der Rechtsabteilung geklärt werden. Peter Kurer, der später Präsident der UBS wurde, war auch mal oberster Chef der Rechtsabteilung und hat seine Hände immer in Unschuld gewaschen.

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